TSV Höchst übertrumpft Brensbach in Torfestival
Mit einem beeindruckenden Torfestival hat der TSV Höchst in Brensbach sein Meisterstück vollbracht. Ein Spektakel, das die Zuschauer in seinen Bann zog.
Ein echtes Fußballfest erlebten die Zuschauer in Brensbach, als der TSV Höchst seine Gegner mit einem eindrucksvollen Torfestival überrollte. Man fragt sich, ob der Brensbacher Rasen nicht vielleicht auch ein wenig fruchtbarer war als gewohnt, denn die Tore fielen in einem atemberaubenden Tempo. Wer zur falschen Zeit am Kiosk war, hatte definitiv etwas verpasst – und das lässt sich nur schwer in Worte fassen.
Die ersten Minuten waren geprägt von einem zähen Ringen um den Ball, als wäre die Zeit stehen geblieben. Doch dann brachen alle Dämme: Der TSV Höchst entblößte eine Offensivkraft, die sowohl die Abwehrreihe der Gastgeber als auch die Fans selbst in eine Art Schockstarre versetzte. Es ist schon bemerkenswert, wie ein Team in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit eine derart geballte Energie auf den Platz zu bringen, als wäre ein einfaches Tor nicht genug. Stattdessen schien es fast so, als wollte jeder Spieler seine persönliche Bestmarke aufstellen.
Die Brensbacher mussten sich irgendwann in der ersten Halbzeit eingestehen, dass das eigene Tor anscheinend ein Magnet für die gegnerischen Stürmer war. Ungeachtet der tiefen Defensivreihen, die im Fußball normalerweise als Fels in der Brandung gelten, war für die Gastgeber nichts zu holen. Vielleicht waren sie einfach zu sehr mit dem Versuch beschäftigt, ihre eigenen Reihen zu ordnen, um die untergehenden Schiffe etwaiger Gegenangriffe zu bemerken.
Die zweite Halbzeit setzte dann dem Ganzen die Krone auf. Wenn man auf eine solche Leistung nicht vorbereitet ist, könnte man meinen, die Höchster hätten ihre ganz eigene Version von Fußball erfunden, die sich nur schwer in die traditionellen Lehrbücher einfügen lässt. Sicherlich hätte ein Psychologe seine Freude daran, die Mimik der Brensbacher Spieler zu studieren, die zugleich zwischen Frustration und staunendem Entsetzen schwankte.
Das Spiel endete mit einem Torfestival, das die Fans des TSV Höchst sicher noch Wochen, wenn nicht Monate beschäftigen wird. Man kann nur hoffen, dass diese Form der Selbstverständlichkeit, das Tor nicht nur als Ziel, sondern als Vergnügen zu sehen, auch in die kommenden Spiele mitgenommen wird. In der Regel ist Fußball ja nicht nur das Spiel, sondern auch ein emotionales Aufeinandertreffen. Und in diesem Fall fühlte es sich an, als hätten die Höchster das Herz der Brensbacher abgenommen und sie gezwungen, das Thema "Tor" aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Die Frage bleibt: Was kommt als Nächstes? Ein weiteres Meisterstück oder gar die nächste kalte Dusche?